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Achterbahnfahrt der Gefühle: TGS siegt gegen Hochdorf


Das war wieder so ein Spiel, infolgedessen man sich nach dem Abpfiff erst einmal zwicken muss. Vom bis zum Tode betrübt, bis zum Halleluja hatte die TGS Pforzheim ihrem Anhang beim ersten Heimspiel in der 3. Handball-Bundesliga gegen den vorjährigen Tabellendritten TV Hochdorf die gesamte Palette der Gefühle zugemutet.

Zunächst lief gar nichts im Angriff der „Roten“ gegen die robust zupackende Abwehr der Pfalzbiber und den bärenstark beginnenden Kovacin im Tor, den Hochdorfs neuer Trainer Stefan Bullacher als Morgengabe von Zweibrücken zu seinem neuen Arbeitgeber mitgebracht hat.

Nach etlichen vergebenen Chancen, technischen Fehlern und Angreiferfouls in Serie wartete man auf den Rängen beim 0:4-Stand in der achten Minute noch immer auf den ersten Heimtreffer und nachdem sich Nils Boschen in Unterzahl erstmals am Kreis durchgesetzt hatte, zog Hochdorf vor allem durch Bühler und die Hüftwürfe des quirligen Götz bis Minute zwölf weiter auf 7:1-Treffer davon. Mit Evgeni Prasolov und Michal Wysokinski wechselte Andrej Klimovets dann die Wende ein. Von jetzt an rollte der Angriffsmotor der Pforzheimer und weil auch Marco Kikillus vom Siebenmeterstrich nichts anbrennen ließ, waren die Pforzheimer beim 13:15-Pausenstand urplötzlich wieder dran.

Dass man für den zweiten Durchgang viel vor hatte, war schon daran zu erahnen, dass die TGSler zwei Minuten vor Wiederanpfiff auf den noch in den Kabinen weilenden Gegner warteten. Der erste Treffer ging dann zwar durch Schwenzer auf das Konto der Gäste, ehe Prasolov, Kienzle und Wysokinski mit drei Toren egalisierten und die Galerie damit in Wallung brachten. Ein Strafwurf von Kikillus und eine Energieleistung des von Florian Taafel überlegt eingesetzten Felipe Soteras-Merz bedeutete in der 38. Minute die Führung der Wartberger.

Fortan war es ein Kampfspiel, bei dem es hüben wie drüben zur Sache ging. Im Blickpunkt dabei vor allem der in der Halbzeit ins Spiel gekommene Daniel Sdunek, der den Pfälzern nur noch sechs Gegentreffer zuließ, sowie Evgeni Prasolov, der bei seinen dynamischen Antritten von der Hochdorfer Abwehr einfach nicht zu stoppen war.


Aufgewühlt nach Schlusspfiff

„In Nussloch war es Martin Kienzle, heute der Effe (Prasolov) und wenn der Florian wieder seine Wurfqualitäten offenbart, haben wir drei Akteure in unseren Reihen, die Spiele im Alleingang entscheiden können“, meinte ein vom Geschehen noch aufgewühlter Wolfgang Taafel nach dem Abpfiff im Hinblick auf die kommenden Aufgaben.

Mit den Neuerwerbungen scheint er in der Tat ganz große Nummern gezogen zu haben. „Lauter willensstarke Spieler, die auch vom Charakter her zur Mannschaft passen“, sang Taafel auf seine Neuen das Hohelied. Nicht zu vergessen die alt bewährten Kräfte, von denen die beiden jungen „Rostles“ die von Klimovets überraschend lang gewährten Einsatzzeiten rechtfertigten. Auch Hagen Körner gab mit seiner Energieleistung zum 25:21-Endstand für den Trainer eine Bewerbung für die nächsten Spiele ab.

Bildergalerie TGS Pforzheim gegen Hochdorf


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