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TGS Pforzheim gewinnt gegen die HSG Oftersheim-Schwetzingen mit 28:24


Mit einem von den wenigsten Optimisten erwarteten 28:24 Sieg, kehrte die TGS Pforzheim am Samstagabend vom Auswärtsspiel bei der HSG Oftersheim-Schwetzingen zurück. Dabei musste Andrej Klimovets mit Youngster Markus Bujotzek verletzungsbedingt auf einen weiteren Spieler verzichten, da sich der Abwehrspezialist im Training eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hatte. Um sich mit einer stabilen 6:0 Abwehrformation den überaus wurfgewaltigen HSG-Angreifern entgegenstellen zu können, blieb dem TGS-Coach Andrej Klimovets nichts anderes übrig, als selbst aufzulaufen, um damit der TGS-Defensive die nötige Stabilität zu verleihen.

Und wie das gelang. Taktisch hervorragend eingestellt, machte Michal Wysokinski dem Oftersheimer Top-Scorer Daniel Hideg das Toreschießen äußerst schwer, indem er ihn immer wieder offensiv bearbeitete, während im Mittelblock der TGS-Coach seinen Nebenspielern sehr viel Sicherheit verlieh und so mancher Zuschauer gar das Gefühl hatte, dass die jungen und torhungrigen Angreifer von Ex-Nationalspieler Holger Löhr in Anbetracht der stattlichen Erscheinung des Weltmeisters von 2007, der Mut verließ, sich gegen Klimovets durchsetzen zu wollen.


Dass es nach zwanzig Spielminuten gerade mal 6:6 stand war ein Indiz dafür, dass bis dahin auf beiden Seiten nur schwer zu überwindende Abwehrreihen standen. Doch von nun an dominierte die TGS eindeutig das Geschehen in der Schwetzinger Nordstadthalle und das insbesondere in der Person von Maris Versakovs, der im Minutentakt mit platzierten Würfen aus dem Rückraum erfolgreich war und innerhalb von sieben Spielminuten sein Team auf 12:6 davonziehen ließ. Mit einer 13:8 Führung ging es in die Halbzeitpause und es schien klar, dass den Pforzheimer Handballern ein weiterer Auswärtssieg wohl kaum mehr zu nehmen sein werde, wenn ihre Defensivabteilung einschließlich Keeper Sebastian Ullrich auch in den zweiten 30 Spielminuten so konzentriert zur Werke gehen würde.

Und dem war auch so. Oftersheims Angreifer taten sich weiterhin schwer, mussten sich des Öfteren schwierige Würfe aus dem Rückraum nehmen, die entweder geblockt wurden, am Tor vorbei gingen oder eine Beute von Sebastian Ullrich waren. Die TGS spielte weiterhin geduldig ihre Angriffe zu Ende, fand immer wieder auch die Kreisläufer Davor Sruk und Michal Wysokinski als Abnehmer, die dann meist nur noch mit einem Foul zu bremsen waren. Den Rest übernahm der insgesamt zehnfache Torschütze Marco Kikillus vom Siebenmeterstrich. Bis zur 47. Spielminute baute die TGS ihren Vorsprung gar auf 9 Tore aus und beim Spielstand von 22:13 für die Gäste war die Vorentscheidung zu Gunsten der Pforzheimer gefallen. Oftersheim setzte in den Schlussminuten mit schnellen Abschlüssen alles auf eine Karte, doch mehr als Ergebniskosmetik sollte ihnen nicht mehr gelingen.

Ersatzcoach Florian Taafel zeigte sich bei der anschließenden Pressekonferenz beeindruckt von der Energieleistung seiner Mannschaftskameraden. "Wir haben mit unseren derzeit beschränkten Möglichkeiten unsere taktischen Vorhaben perfekt umgesetzt. Geduldig spielen, immer wieder unsere beiden guten Kreisläufer einbeziehen und in der Abwehr die wurfstarken Oftersheimer Rückraumschützen frühzeitig attackieren. Das hat nahezu perfekt geklappt und natürlich hat in der Defensive Andrej auch eine überragende Partie gezeigt".

W. Taafel: "Das war Wiedergutmachung vom Feinsten. Ich wusste und eigentlich sollten es alle wissen die unsere Spiele verfolgen, dass diese Mannschaft einen sehr guten Charakter hat und es Spiele wie beim letzten Heimspiel gegen Haßloch immer mal geben kann. Wer vom Sport und von der Psyche eines Sportlers etwas versteht, der weiß das. Hut ab vor diesen Jungs, die für ihre Mannschaft und für unseren Verein alles geben".


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