Dritte Niederlage im dritten Spiel

Nach der erneuten Niederlage in der Runde um den Klassenverbleib, muss nun die TGS Pforzheim wohl für die Oberliga planen. Lediglich noch theoretische Chancen hat die TGS auf das zehnte Drittligajahr. Erneut half Trainer Tobias Müller als Spieler aus und auch Chris Bregazzi stellte sich dem dezimierten Kader zur Verfügung. Wäre es in Plochingen um nicht weniger als die letzte Chance für den Nichtabstieg gegangen, hätte man mit erhobenem Haupte das Spielfeld verlassen können, denn was die von Florian Taafel gecoachte Rumpfmannschaft an Einsatzbereitschaft gezeigt hat, war aller Ehren wert. Doch war den Spielern und den wenigen mitgereisten TGS-Fans die Enttäuschung über die Niederlage anzusehen.

Man muss schon viele Asse auf der Hand oder gar im Ärmel haben, will man beim Skat einen Grand ohne Fünf gewinnen. Mit Wysokinski, James, Blum und Taafel fehlte der TGS die komplette Defensivabteilung und als nach wenigen Spielminuten auch noch Lennart Cotic verletzungsbedingt ausschied, schwanden die Chancen auf Zählbares zusätzlich.

Zu wenig Zugriff bekam die TGS Abwehr gegen die Plochinger Angreifer in den ersten 30 Spielminuten, sodass die Hausherren bis zur Halbzeit mit 19:14 Toren in Front lagen. Nicht unzufrieden konnte man dabei mit den Angriffsleistungen der TGS sein, lediglich die Chancenverwertung war nicht optimal.

Den in der ersten Hälfte heraus geworfenen Fünftore Vorsprung gaben die Plochinger in der zweiten Spielhälfte nicht mehr aus der Hand und siegten letztendlich verdient mit 34:29. Keinem TGS-Spieler konnte man fehlenden Kampfgeist vorwerfen, doch war die Bürde der nicht zur Verfügung stehenden Mannschaftskameraden einfach zu groß, um gegen einen engagiert zu Werke gehenden Gegner bestehen zu können. In einer starken Liga, wo unter normalen Umständen fast jeder jeden schlagen kann, ist eine solche Situation nur durch einen breiten und ausgeglichenen Kader kompensierbar und den muss man sich leisten können.


Oft nur durch Foulspiel war wieder einmal Kreisläufer Davor Sruk zu bremsen

In der anschließenden Pressekonferenz relativierte TGS-Trainer Müller das Abschneiden seiner Mannschaft in der laufenden Saison, habe er doch in seiner 20-jährigen Laufbahn als Handballspieler und Trainer so viel Verletzungspech und krankheitsbedingte Ausfälle in einer Mannschaft nicht annähernd erlebt.