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Grenzenloser Jubel nach dramatischem Finale

Die Anzeigetafel stand bei 60:00 und von der großen LED-Anzeige leuchtete ein 26:26 im Verfolgerduell der Oberliga Baden Württemberg, als Lennart Cotic zum direkten Freiwurf schritt. Große Hektik auf der Gästetrainerbank, zwischen Hoffnung und Bangen die Stimmung bei den Zuschauern. Mit einem sehenswerten Wurf direkt in den "Knick" und ohne Abwehrchance für den gegnerischen Torwart, verlängerte der Rückraumspieler sowohl die Siegesserie als auch die Heimserie der Rotweissen. Der Rest war grenzenloser TGS-Jubel auf der Tribüne und auf dem Spielfeld. Der weisse Mob jagte den Siegtorschützen einmal quer durch die Bertha Benz Halle. Doch trotz 60 nervenaufreibenden Minuten war Cotic auch dadurch nicht zu stoppen und flitzte ein weiteres mal über das grüne Parkett, um es sich schlussendlich auf dem Rücken per Huckepack bei Trainer Florian Taafel bequem zu machen.



Allerdings vor der Jubelorgie war es ein hartes Stück Arbeit für das Heimteam. Die Gäste aus dem Gäu überraschten die TGS mit einer "wilden" 4:2 Abwehr-Variante und machten den Rotweissen so das Leben extrem schwer.


"Damit hat uns Herrenberg überrascht. Sie haben sowohl durch ihre Spielweise als auch durch ihre Körpersprache versucht, Chaos bei uns zu verursachen und das ist anfänglich auch gut gelungen. Auf der anderen Seite können wir aus solchen Situationen viel lernen und es zeigt, dass andere Teams inzwischen ihr übliches System auch mal verlassen, um uns zu schlagen. Ein Indiz dafür, dass wir gute Arbeit leisten", fasst Taafel zusammen.


Doch nach 10 Minuten und einem 1:5 Rückstand musste Taafel das erste mal zur Timeout bitten. "Das war eine Auszeit, um das Team wach zu rütteln. Wir waren einfach nach den anstrengenden letzten Wochen im Kopf und Körper nicht voll bereit. Da war Herrenberg auf einem anderen Level", so Taafel. Die Auszeit zeigte Wirkund und so verkürzte man den Rückstand von Minute zu Minute. Während die TGSler den ein oder anderen Freien ausließen, scheiterte Herrenberg gleich dreimal vom 7-Meter Strich und so ging es mit 15:15 in die Halbzeitpause.


In der zweiten Halbzeit lag die SGH2K meist mit ein, zwei Toren in Front und mehr als zum Unentschieden reichte es in dieser Phase des Spiels für die TGS nicht. Im Angriff kamen die Pforzheimer immer wieder durch Aktionen von Cotic und James zu Toren oder Strafwürfen. Zudem bediente Raphael Blum mit cleveren Anspielen mehrfach den starken Fabian Dykta auf Linksaußen. Als es für Herrenberg Zeitstrafen gab, hatte man mehrfach die Chance das Spiel zur Führung zu drehen. Doch immer wieder verhinderte ein technischer Fehler oder ein verworfener Freie den Führungswechsel. Beim Spielstand von 23:25 in der 51. Minute stellten die Pforzheimer auf 7 Feldspieler um. Ein weiterer Knackpunkt im Spiel. Die TGS drehte das Spiel bis zur 58. Minute in eine knappe eintore Führung. Doch eine Zeitstrafe gegen Roy James und ein daraus resultierender Strafwurf bescherte Herrenberg erneut den Ausgleich. In der letzten Spielminute ging die TGS trotzdem Risiko und nahm den Torhüter zugunsten des 6. Feldspielers vom Spielfeld. Angepeitscht von ihren zahlreichen Fans verteidigte das Gäuteam aufopferungsvoll und ließ keinen Torwurf mehr zu, lediglich noch einen Freiwurf eine Sekunde vor dem Abpfiff bekam die TGS zugesprochen.


Und dann kam Lennart Cotic und verwandelte sowohl den Ball als auch die Bertha Benz Halle in ein Tollhaus. Durch den Sieg sprangen die Rotweissen auf den 4. Tabellenplatz mit direktem Kontakt zu den 2 Aufstiegsplätzen.

Für die Pforzheimer wird es keine Winterpause geben. Am "Heiligen Morgen" steht Training auf dem Programm, denn am 26.12. steht wieder ein Heimspiel gegen die HSG Konstanz auf dem Programm. Wir würden uns über eine gut gefüllte Bertha Benz Halle freuen. Deswegen packt eure Familien und Freunde ein und kommt um 17 Uhr in die Bertha Benz Halle und peitscht die Jungs nach vorne.

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