Mit Personalsorgen zum Tabellendritten


Auf dem Papier hat die 3. Bundesliga Süd zwei absolute Spitzenspiele zu bieten. Tabellenführer SG Nußloch fordert den Zweiten aus Horkheim und in Fürstenfeldbruck heißt es Dritter gegen Vierter. Nach Minuspunkten ist Fürstenfeldbruck sogar das zweitbeste Team der Liga. Die dynamischen Panther belegten in der vergangenen Saison sogar den 2. Platz in der 3. Bundesliga Ost und wenn es die wirtschaftlichen Mittel zulassen, träumt man durchaus von der 2. Bundesliga. Als sich Pforzheim und Fürstenfeldbruck vor zwei Jahren duellierten konnte das Team aus der Goldstadt beide Spiele für sich entscheiden. Dass das Ganze aber kein Maßstab ist weiß man im Pforzheimer Lager. Inzwischen hat sich Fürstenfeldbruck zu einem absoluten Spitzenteam entwickelt. Mit einer aggressiven, offensiven Abwehr, einem eingespielten Angriff und tollem Tempohandball begeistern die Bayern Woche für Woche. Ein ganz spezieller Teamgeist und eine hohe Bereitschaft sich zu bewegen sind die Stärken der Panther. Ein ausgeglichenes Team mit starker Rückraum- Kreis- Achse aber auch mit schnellen und trickreichen Außenspieler wartet auf die TGS. Meinzer im linken Rückraum versprüht große Torgefahr und zudem konnte man sich vorletzte Saison mit Tizian Maier (Friedberg) auf der Mitte sehr gut verstärken. Ein gute Übersicht und der Schlagwurf sind die Waffen von Maier. Ergänzt wird das Kollektiv durch Johannes Stumpf, der aus Balingen heimkehrte wo er in der 3. Bundesliga Süd spielte und mit Perspektive für die 1. Bundesliga geholt wurde.


Das Gallien des Handball FFB

Absolut bewundernswert ist zudem die tolle Arbeit die um die Mannschaft herum geleistet wird. Wirtschaftlich sind in FFB laut eigenen Aussagen nicht die größten Sprünge möglich. Doch mit viel ehrenamtlichen Engagement und Herzblut wird bei den Panther tolle Arbeit geleistet. Das letze Quäntchen liefert hier die wohl stimmungsvollste Halle der 3. Bundesliga. Rappelvoll, begeisterungsfähig und stimmungsvoll, so kennt man es auch noch aus den Duellen der letzten Jahren. Die hohen und konstanten Zuschauerzahlen entlasten mit Sicherheit den nicht allzu hohen Etat der Panther.

Bei dieser Kombination kann man durchaus von einem außergewöhnlichen Verein, mit toller Arbeit, super Umfeld und gutem Handball sprechen. So ziemlicher jeder andere Verein kann sich hier in vielen Bereichen eine oder mehrere Scheiben abschneiden und würde das sicher auch gerne tun.

Will man überhaupt ein Haar in der Suppe finden, ist es das krasse Understatement welches immer wieder betrieben wird. Von Startruppen und finanzstarken Teams ist auch im Zusammenhang mit der TGS immer wieder zu lesen. Vor zwei Jahren wurde man mit den spanischen Profis Willy Miro und Xavi Pes groß angekündigt. Angereist ist man im Pforzheimer Lager mit zwei jungen Studenten, die aus der 3. spanischen Liga kamen (vergleichbar mit Badenliga) und neben ihrem Masterstudium in Karlsruhe, weiter ihrem Hobby nachgehen wollten. Gerade in Fürstenfeldbruck hatte man mit den Scovena- Brüdern aus Argentinien eine vielleicht ähnliche Konstellation. Letztes Jahr galt man in Pforzheim bei vielen Teams als Topfavorit, hatte man doch mit Brandt, Heuberger, Hörer und Sdunek bundesligaerfahrene Spieler. Außer Sdunek haben alle Spieler die TGS verlassen. Verstärken konnte man sich mit Soteras Merz vom Absteiger aus Herrenberg, mit dem Schwabe Prasolov vom Ligakonkurrent Horkheim und mit Martin Kienzle aus dem Bundesligakader des TV Bittenfeld. Inzwischen hat die TGS eines der jüngsten Teams der Liga und zum 23- Mann Kader gehören 13 Eigengewächse. 3 Badische Meistertitel im Jugendbereich und 2 Baden-Württembergische Pokalsiege stehen in den vergangenen 5 Jahren auf der Habenseite der Jugendarbeit. Soviel zum Aufeinander-treffen der unterschiedlichen Vereinsphilosophien. Vielleicht ist es aber auch nur gutes und cleveres Marketing, denn so bekommt man natürlich die Halle gut gefüllt und Siege werden zu Sensationen und seltene Niederlagen zu "keinem Beinbruch".

Personalsorgen bei der TGS - ohne 4 und mit 2 dicken Fragezeichen

Für den ein oder anderen Nachwuchsspieler könnte dieses Wochenende schon ein Einsatz in der 3. Bundesliga warten, denn Martin Kienzle (Mandelentzündung) wird definitiv ausfallen. Genauso wie Daniel Lötterle (3 monatiger Auslandsaufenthalt), und Julian Rost und Fabian Dykta (beide Knie). Ein dickes Fragezeichen steht hinter den Stammkräften Evgeni Prasolov (Leiste) und Hagen Körner (Grippe). Als kleiner Lichtblick kann man die Rückkehr von Soteras Merz nach seinem gebrochenen Daumen und Michal Wysokinski (Auge) werten.


© 2019 by TGS Pforzheim

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