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TGS macht es unnötig spannend

Am gestrigen Sonntag den 19.3. empfing die TGS den "Favoritschreck" aus Weinsberg in der heimischen Bertha Benz Halle. Die Gäste aus dem Heilbronner Umkreis konnten in dieser Saison gegen alle Teams aus den Top 5 punkten. Neben Waiblingen, Bittenfeld und einem fulminanten Auswärtssieg in Plochingen musste sich im Hinspiel auch die TGS am Weibertreu geschlagen geben. Damals rannte die Mannschaft von Florian Taafel konstant einem Rückstand hinterher, konnte zwar am Ende ausgleichen, um sich dann mit der Schluss-Sekunde doch noch die Niederlagen einhandeln zu müssen. Umgekehrt lief es gestern als Lennart Cotic 2 Sekunden vor Ende das Spiel mit 31:30 für die TGS entscheiden konnte.



Doch der Spielverlauf zeigte durchaus, dass die Pforzheimer seit dem Hinspiel eine deutliche Entwicklung genommen haben. So reichten eigentlich 15 starke Minuten in der zweiten Halbzeit aus, um in der 46. Minute das Spiel beim 27:22 vermeintlich entschieden zu haben. Doch trotz eigener Überzahl und freien Chancen verpasste man es den Vorsprung auszubauen und im Gegenzug gab man den Gästen auch durch unnötige Zeitstrafen die Möglichkeit wieder ran zu kommen.

"Wir haben völlig unnötig schlechte Entscheidungen im Überzahlspiel getroffen, schlecht unsere Chancen verwertet, Kleinigkeiten nicht mehr umgesetzt und nicht clever agiert. Da müssen wir jetzt endlich den nächsten Schritt machen", so Chefcoach Florian Taafel.


Doch der Reihe nach. In der ersten Häfte bekamen die heimischen Zuschauer ein munteres Scheibenschießen zu sehen, bei dem die TGS ihre gewohnte Stärke in der Defensive vermissen ließ und trotz 16 erzielter Treffer schon fahrlässig mit freien Gelegenheiten umging. Bei einer knappen 16:15 Führung für die Rotweissen wurden die Seiten gewechselt. Bärenstark kamen die Pforzheimer aus der Kabine. Hinter einer starken Abwehr mit dem gut aufgelegten Jonathan Binder, kamen Fabian Dykta und Ioannis Fraggis mehrfach zu einfachen Toren im Gegenstoß, beziehungsweise konnten die Räume, die mehrfach durch Roy James erarbeitet wurden, durch Tore von Außen nutzen. Als in der 46. Minute Alexander Kubitschek das 27:22 erzielte, schien die Messe gelesen, doch Weinsberg suchte mit Mut und Risiko schnelle Abschlüsse, bei denen die TGSler die nötige Aufmerksamkeit vermissen ließen und gepaart mit den zu Beginn angesprochenen Unzulänglichkeiten, kam Weinsberg zurück ins Spiel. Doch als in der 55. Minute David Kautz wieder auf 30:26 stellte schien der Widerstand der Weinsberg endgültig gebrochen. Zwei unnöitge Zeitstrafen, schlechtes Überzahlspiel, ein Stürmerfoul und verworfene Freie bescherten den tapfer kämpfenden Weinsbergern einen 4:0 Lauf und beim 30:30 und 15 Sekunden vor Schluss zog Florian Taafel ein letztes Mal die grüne Karte zur Auszeit, um den letzten Angriff zu koordinieren. Der TGS Trainer ging volles Risiko und ersetzte trotz Zeitstrafe Torhüter Binder mit dem 6. Feldspieler. Weinsberg nahm den ersten Schwung aus den Angriffsbemühungen und so konnte Lennart Cotic, der einmal mehr die Verantwortung übernahm, mit der Schlusssirene noch einen Rückraumwurf im Weinsberger Tor verstecken.


Im Anschluss daran bildete sich eine weiße Jubeltraube vorm TGS Block. Somit konnten die TGSler ihre Tabellenführung verteidigen und durch Punktverluste von Bittenfeld, Söflingen und Plochingen sogar leicht ausbauen. Am kommenden Wochenende wartet auswärts das Derby in Neuenbürg wo mit den "Foxes" eine ähnliche Aufgabe wie gegen Weinsberg wartet. Die Neuenbürger sind im Moment sehr gut in Form und konnten auch schon zahlreiche Favoriten ärgern. Das Hinspiel gewann die TGS, doch ähnlich wie öfters in dieser Saison, musste man trotz sicherer Führung am Ende nochmal richtig ackern um das Spiel wirklich zu gewinnen.


"Wir müssen Spiele, die wir im Griff haben, einfach besser zu Ende spielen", so Co- Trainer Michal Wysokinski. Und am Besten schon am kommenden Wochenende. Wir hoffen auf zahlreiche Schlachtenbummler die den kurzen Weg nach Neuenbürg auf sich nehmen. Eine frühzeitige Anreise wird aufgrund der Hallenkapazität empfohlen.


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