TGS Pforzheim muss sich gegen Balingen-Weilstetten II deutlich geschlagen geben


Das mit großer Spannung erwartete Spitzenspiel der 3. Handball-Liga war eine einseitige Angelegenheit. Mit einem klaren und verdienten 30:23 (17:11)-Sieg verdrängte die HBW Balingen-Weilstetten II am Samstagabend die TGS Pforzheim von der Tabellenspitze.

Die Gallier, wie die Handballer von der Alb wegen ihrer kämpferischen Spielweise auch genannt werden, fegten die Herzblut-Handballer, wie sich die TGS gerne bezeichnet, aus der Bertha-Benz-Halle. HBW-Coach André Doster kam ins Schwärmen: „Das war wohl eines der besten Spiele, die meine Jungs je gezeigt haben.“ Der neue Tabellenführer beendet mit dem Husarenstreich in Pforzheim gleich zwei TGS-Serien: Das Team von Trainer Andrej Klimovets hatte die bisherigen zehn Saison-Heimspiele alle gewonnen und feierte zuletzt acht Siege in Folge. Deshalb wird auch seit Wochen über einen möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga diskutiert.

Seit Wochen hat die TGS aber auch enormes Verletzungspech. Umso erstaunlicher war der Höhenflug. Gegen Balingen fehlten die Rückraumspieler Martin Kienzle und Felipe Soteras Merz und Linksaußen Hagen Körner. Mehrer Spieler waren angeschlagen und bissen auf die Zähne. Kapitän Florian Taafel kämpfte sich trotz starker Erkältung durch und war mit acht Toren bester Schütze seiner Mannschaft. „Wir spielen mit drei Rückraumspielern durch, Balingen mit sieben. Gegen einen solchen Gegner geht dir dann irgendwann die Kraft aus“, sagte Taafel nach der Partie.

Die TGS bot dem Gegner 15 Minuten lang einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Dann setzte sich Balingen mit zunehmender Spieldauer ab. Die Deckung der TGS bekam vor allem den Kreisläufer Markus Dangers und Linkshänder René Zobel nicht in den Griff. Zobel hatte ebenso wie Spielmacher Falk Kolodziej und Linksaußen Tim Nothdurft in der laufenden Saison schon Einsätze in der Erst-Bundesliga-Mannschaft der HBW.

Zur Pause stand es schon 17:11 für die Gäste, die ihren Vorsprung nach dem Seitenwechsel sukzessive ausbauten. Bei Pforzheim wurde der Kräfteverschleiß der vergangenen Wochen mit zunehmender Spieldauer immer offenkundiger. „Nur mit einer Topmannschaft hätten wir heute eine Chance gehabt. Ein Sieg unserer Mannschaft wäre für mich eine große Überraschung gewesen“, bemerkte TGS-Handball-Abteilungsleiter Wolfgang Taafel. Freuen durfte er sich aber über 1200 Zuschauer in der Halle, der zweitbeste Besuch nach dem Derby gegen die SG Pforzheim/Eutingen.

Das Derby ist am Samstag, 4. März, auch die nächste Partie für die TGS – nach dem spielfreien Fastnachts-Wochenende. Bis dahin hofft man im Lager der Wartberger, dass sich der eine oder andere kranke oder angeschlagene Spieler wieder fit meldet. „Die Jungs müssen regenerieren und zu Kräften kommen. Im Derby brauchen wir eine frischere Mannschaft“, fordert Wolfgang Taafel.



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