TGS zeigt 100% Herzblut Handball im Derby und gewinnt souverän


Im Vorgeplänkel auf das zweite Stadtderby war immer wieder die Rede von Aufstiegsaspirant gegen Abstiegskampf, doch was beide Mannschaften auf die Platte schicken konnten, entsprach so überhaupt nicht den Ankündigungen. Mit Soteras Merz, Evgeni Prasolov und Martin Kienzle musste Andrej Klimovets schon seit Wochen und Monaten auf alle 3 Neuzugänge und Rückraumspieler verzichten. Für Hagen Körner kam ein Einsatz nach langer Verletzungspause einen Tick zu früh und Fabian Dykta fehlt schon seit Monaten. Dazu gesellten sich etliche angeschlagene Spieler, die seit Wochen mit 5-7 Spielern den Trainingsbetrieb bestreiten und am Wochenende alles für den Verein geben. So war eigentlich alles angerichtet für ein spannendes und enges Spiel und die Möglichkeit für die SG groß, dem Rivalen nach langer Zeit, mal wieder ein Bein zu stellen. Vor allem weil die SG den Kader vor zwei Wochen noch mit dem internationalen Profi Miloje Dolic verstärkte.

Doch es sollte etwas anders kommen. Mit Davor Sruk bot die TGS einen gelernten Kreisläufer in der Mitte auf und ergänzte so die letzten zwei etatmäßigen Rückraumspieler Taafel und Prsa. Valentin Hörer kam nach monatelanger Südamerika Reise ohne ein einziges Training direkt aus dem Flieger um der Mannschaft im Notfall zu helfen und neben der Bank saßen der 19- jährige Markus Bujotzek und die 17- jährigen Finn Malolepszy und Lukas Salzseeler aus dem eigenen Talentstall.

Völlig fokussiert zeigten sich die Rotweissen und setzten alles was man sich unter der Woche vorgenommen hatte in die Tat um. Man war bestens auf den Gegner vorbereitet und hatte auf alles die taktisch richtige Antwort. Ein klarer Sieg auch für das Coaching, stellte man sich in der zweiten Halbzeit viel besser auf den kroatischen Shooter Gorenac ein und auch auf die verschiedenen Abwehrvarianten der SG hatte man immer einen Schachzug parat. Die Rückraumspieler Taafel und Prsa knackten die 6:0 und 3:2:1 Abwehr immer wieder mit Anspielen an die Kreisläufer Sruk und Boschen, die glänzend verwerteten oder in Strafwürfe umwandelten, die Marco Kikillus alle sicher verwertete. Als die SG auf Manndeckung gegen Taafel umschaltete war sofort Michal Wysokinski zur Stelle. Das Geburtstagskind war im Mann gegen Mann nicht zu halten und sorgte für wichtige Akzente, ebenso wie Julian Rost auf dem linken Flügel. Dazu kam eine starke Abwehr mit einem in der zweiten Halbzeit klasse aufgelegten Daniel Sdunek. Mit Sicherheit kein Handball Leckerbissen aber eine taktisch und kämpferisch bärenstarke Leistung der TGS.

Und dann war es auch etwas überraschend dass unter diesen Voraussetzungen die Messe schon Mitte der zweiten Halbzeit, beim Stand von 22:16, gelesen war. In der Phase als der Vorsprung 6 Tore betrug, war es der starke SG Torhüter Mile Miatjevic der mit 3 Glanzparaden verhinderte, dass der Vorsprung nicht auf 8-9 Tore anwuchs. Wenig später verletzte sich dann auf TGS Seite auch noch Filip Prsa und mit schwindenden Kräften spielte die TGS den Vorsprung souverän über die Zeit. Am Ende konnte ein hochverdienter Sieg mit der rotweißen Fan-Wand gefeiert werden. Auch wenn es weniger spannend als erwartet war, oder vielleicht gerade deswegen kannte die Freude keine Grenzen.


© 2019 by TGS Pforzheim

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