Erste Mannschaft der TGS Pforzheim bezwingt den Spitzenreiter – Handball-Krimi mit Happy End
- vor 4 Tagen
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Zum Abschluss eines intensiven Heimspieltages in der Sporthalle im Benckiser Park setzte die erste Mannschaft der TGS Pforzheim vor über 100 begeisterten Zuschauern ein echtes Ausrufezeichen: Gegen den Tabellenführer SSC Karlsruhe gelang ein emotionaler und hart erkämpfter Sieg.
Bereits im Vorfeld war die Spannung greifbar – nicht zuletzt durch die kurzfristige Verpflichtung von Routinier Marius Hufnagel, der dem Team zusätzliche Stabilität und Erfahrung verleihen sollte. Und genau diese Mischung aus Aggressivität, Disziplin und Cleverness zeigte die TGS von der ersten Minute an.
Blitzstart und starke erste Halbzeit
Die Hausherren erwischten einen perfekten Start in die Partie. Mit viel Tempo, einer kompakten Abwehr und klarem Zug zum Tor setzte man den Favoriten sofort unter Druck und ging früh mit 2:0 in Führung.
Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit blieb die TGS tonangebend. Immer wieder gelang es, den SSC Karlsruhe durch eine aggressive Defensive zu Ballverlusten zu zwingen und im Umschaltspiel Akzente zu setzen. Besonders im Positionsangriff überzeugte die Mannschaft durch geduldiges Kombinationsspiel und kluge Abschlüsse.
Über 6:4 (13. Minute, Niklas Seyfried) und 7:4 (Nils Eckhardt) behauptete die TGS ihre Führung. Zwar kam der SSC Karlsruhe in der Schlussphase der ersten Halbzeit noch einmal näher heran, doch Marius Hufnagel setzte mit seinem Treffer zum 13:11 den Schlusspunkt unter einen überzeugenden ersten Durchgang.
Dominanz nach der Pause – TGS zieht davon
Nach dem Seitenwechsel knüpfte die TGS nahtlos an die starke Leistung an und zeigte ihre beste Phase des Spiels. Angeführt von einer bärenstarken Abwehrarbeit ließ man den Gästen kaum klare Torchancen und baute die Führung schnell auf 17:11 aus.
In dieser Phase schien der Spitzenreiter beeindruckt vom Tempo und der Intensität der Gastgeber. Die TGS agierte entschlossen, variabel und mit großer mannschaftlicher Geschlossenheit – sowohl in der Defensive als auch im Angriffsspiel.
Taktische Umstellung bringt SSC zurück ins Spiel
Doch ein Spitzenteam wie der SSC Karlsruhe gibt sich nicht kampflos geschlagen. Mit einer offensiveren Deckung, die phasenweise in Manndeckung überging, brachten die Gäste die TGS zunehmend aus dem Rhythmus.
Die sich bietenden Räume konnten nicht konsequent genutzt werden, während der SSC Tor um Tor aufholte. Spätestens in der Schlussphase war das Spiel wieder völlig offen – die Partie entwickelte sich zu einem echten Nervenkrimi.
Dramatische Schlussphase mit kühlem Kopf
Beim Stand von 23:23 spitzte sich die Situation weiter zu. Nach einer Zeitstrafe gegen Louis Engel musste die TGS in Unterzahl agieren – und der SSC nutzte die Gelegenheit zum Ausgleich.
Doch die TGS bewies Moral und Nervenstärke. In einer entscheidenden Szene setzte sich Kevin Dehabe durch und konnte nur per Foul gestoppt werden – Siebenmeter für die Gastgeber.
Die Verantwortung übernahm Alex Hager, der eiskalt blieb und rund 30 Sekunden vor Schluss zur umjubelten Führung verwandelte.
Im letzten Angriff stellte der SSC Karlsruhe auf eine offensive Überzahl um (7 gegen 5), doch die TGS verteidigte leidenschaftlich. Der entscheidende Wurfversuch der Gäste ging am Tor vorbei – und fünf Sekunden vor dem Ende war klar: Der Sensationssieg war perfekt.
Geschlossene Mannschaftsleistung als Schlüssel zum Erfolg
Der Erfolg gegen den Spitzenreiter war das Resultat einer geschlossenen Teamleistung. Neben einer starken Defensive überzeugte die TGS auch im Angriff durch Variabilität und Durchsetzungsvermögen.
Es spielten:Lennart Heimann – Steven Heintz (5), Louis Engel (4), Alex Hager (4), Niklas Seyfried (4), Kevin Dehabe (2), Marius Hufnagel (2), Dustin Billmann (1), Nils Eckhardt (1), Yannick Weiser (1), Johannes Roming
Fazit
Mit diesem Sieg setzt die TGS Pforzheim ein klares Zeichen im Saisonverlauf. Gegen den Tabellenführer zeigte die Mannschaft, welches Potenzial in ihr steckt – und belohnte sich vor heimischer Kulisse mit zwei ganz wichtigen Punkten.




